Ratgeber · · 6 Minuten Lesezeit
Landingpage für Leadgenerierung. Sieben Elemente, die Anfragen bringen.
Die Anzeige ist nur das Versprechen. Ob daraus eine Anfrage wird, entscheidet die Seite dahinter, und zwar in den ersten drei Sekunden auf einem Handybildschirm. Hier steht, was eine Landingpage von einer Website unterscheidet und welche sieben Elemente wir in jede Seite bauen.
Von Christoph Schuffenhauer, Geschäftsführer My Digital Solution GmbH
Warum nicht einfach die Startseite?
Eine Website hat zehn Ziele: informieren, Vertrauen aufbauen, Jobs zeigen, Impressum. Eine Landingpage hat eines: die Anfrage. Wer Anzeigenbesucher auf die Startseite schickt, bietet ihnen zwanzig Ausgänge, und die meisten nehmen einen. Die Landingpage greift genau das Versprechen der Anzeige auf, in denselben Worten, mit demselben Bild, und führt ohne Abzweigung zum Formular. Als Richtwert aus vergleichbaren Kampagnen bringt dieselbe Anzeige auf einer Landingpage zwei- bis dreimal so viele Anfragen wie auf der Startseite.
Die sieben Elemente
Erstens die Überschrift, die das Versprechen der Anzeige wiederholt. Zweitens ein Bild oder Video aus deinem Betrieb, kein Stockfoto. Drittens drei Nutzen in einem Satz. Viertens Vertrauen: echte Bewertungen, Zahlen, Gesichter. Fünftens das Formular mit den Fragen, die später im Gespräch zählen, nicht mehr. Sechstens der Ablauf: Was passiert nach dem Absenden, und wie schnell. Siebtens ein zweiter Weg: Telefon oder WhatsApp für die, die nicht tippen wollen.
- Überschrift = Versprechen der Anzeige
- Echtes Bild oder Video statt Stockfoto
- Drei Nutzen, ein Satz
- Bewertungen, Zahlen, Gesichter
- Formular mit drei bis fünf Fragen
- Ablauf nach dem Absenden
- Telefon oder WhatsApp als zweiter Weg
Das Formular: so lang wie nötig, so kurz wie möglich
Jede Frage kostet Anfragen und bringt Qualität. Name und Telefon sind Pflicht; dazu zwei bis drei Fragen, die dein Setter oder dein Verkäufer sonst am Telefon stellen müsste: Eigentum, Zeitrahmen, Umfang. Mehr als fünf Felder sinken die Abschlussrate spürbar. Ein Trick, der fast immer funktioniert: die Fragen auf zwei Schritte verteilen, zuerst die leichten, dann Kontaktdaten. Wer den ersten Schritt gemacht hat, bricht selten ab.
Geschwindigkeit und Handy zuerst
Über drei Viertel der Klicks aus Meta-Anzeigen kommen vom Handy, oft im Mobilfunknetz. Eine Landingpage muss in unter zwei Sekunden stehen: kein Baukasten mit zwanzig Plugins, keine Videos, die automatisch laden, keine Schriften von fünf Servern. Der Knopf zum Formular gehört in den Daumenbereich, das Formular direkt unter die erste Bildschirmhöhe. Teste jede Seite auf dem eigenen Handy, nicht am Bildschirm im Büro.
Was nach dem Absenden passiert
Die Danke-Seite ist der am meisten unterschätzte Teil. Sie sagt, was jetzt passiert („Wir rufen Sie innerhalb von 15 Minuten an“), zeigt, wer anruft, und bietet an, direkt einen Termin zu wählen. Technisch muss sie die Anfrage sofort weitergeben: an dein Handy, in den Kalender, ans Setter-Team. Eine Anfrage, die erst am nächsten Morgen in einem Postfach auftaucht, ist die beste Landingpage nicht wert.
Messen, testen, ersetzen
Eine Landingpage ist nie fertig. Miss die Anfragequote (Anfragen je Besucher), die Abbruchrate im Formular und den Preis je Anfrage je Anzeige. Teste eine Sache zur Zeit: Überschrift, Bild, Formularlänge. Als Richtwert liegen gute Landingpages für lokale Betriebe bei 10 bis 25 % Anfragequote aus Meta-Traffic; liegt deine darunter, ist meist das Versprechen der Anzeige und die Seite nicht deckungsgleich.
Fazit
Eine Landingpage macht eine Sache: aus dem Versprechen der Anzeige eine Anfrage. Sieben Elemente, ein Formular mit drei bis fünf Fragen, unter zwei Sekunden Ladezeit und ein Rückruf, der in Minuten passiert. Alles andere ist Website.
Häufige Fragen dazu
Brauche ich für jede Anzeige eine eigene Landingpage?
Für jedes Angebot eine, nicht für jede Anzeige. Wenn drei Anzeigen dasselbe Versprechen in anderen Worten machen, reicht eine Seite; verspricht eine Anzeige etwas anderes, braucht sie eine eigene.
Reicht Metas Instant-Formular statt Landingpage?
Für einfache Angebote mit kurzer Entscheidung ja, es ist je Anfrage meist günstiger. Für erklärungsbedürftige Leistungen bringt die Landingpage bessere Anfragen, weil sie das Angebot zeigt und Fragen stellt.
Was kostet eine Landingpage?
Als Richtwert 800 bis 2.500 € einmalig bei einer Agentur, bei uns ist sie Teil jeder Kampagne. Entscheidender als der Preis ist, dass sie schnell lädt und mit der Anzeige zusammen gebaut wurde.
Alle Zahlen in diesem Artikel sind Richt- und Beispielwerte aus vergleichbaren Kampagnen, keine Zusage über Ergebnisse. Was bei dir möglich ist, klären wir im Erstgespräch mit deinen Zahlen.





